Bedarfsplanung:
Weniger Bestand, weniger Eilaufträge
Über- und Unterproduktion sind zwei Seiten derselben Prognose-Lücke. Forecasting auf Ihrer ERP- und PPS-Historie senkt die Lagerbindung und vermeidet die teuren Eilaufträge, die heute die Lücke kitten.
01 Das Problem – Zu viel bindet Kapital, zu wenig kostet Eilzuschläge
Schlechte Bedarfsprognosen verteuern beide Richtungen
Überproduktion bindet Kapital, blockiert Lagerfläche und endet teils in Verschrottung. Unterproduktion löst Eilaufträge, Sonderfahrten und Sonderschichten aus. Beides entspringt derselben Ursache: einer Bedarfsprognose, die auf Bauchgefühl und Vorjahr beruht.
Ihre Historie enthält die Muster: Saisonalität, Auftragsvorlauf, Abrufverhalten je Kunde, Korrelationen zwischen Artikeln. Forecasting macht daraus eine belastbare Bedarfskurve je Artikel und Woche.
Weniger gebundenes Kapital, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden.
02 Das Modell – Bedarf je Artikel und Woche
Gradient Boosting und Zeitreihen auf Auftrags-, Abruf- und Saisonmustern
WAPE Bedarfsprognose: 14.2% Ø Sicherheitsbestand: 1.040 Stk (vorher pauschal: 1.800 Stk)
Das Modell liefert nicht nur einen Punktwert, sondern ein Konfidenzband. So lässt sich der Sicherheitsbestand artikelgenau steuern: hoch für volatile Teile, schlank für stabile. Pauschale Sicherheitsbestände über alle Artikel – die häufigste Quelle von Überbeständen – entfallen.
03 Business Impact – Kapitalbindung und Eilkosten senken
Der Hebel: niedrigerer Bestand × Kapitalkosten, plus weniger Eil- und Verschrottungskosten
Keine Hausnummer: Jede Annahme stammt aus dem Muster-Betrieb und ist zentral hinterlegt. Mit Ihren echten Zahlen ändert sich nur die Eingabe, nicht die Methode.
| Position | Wert |
|---|---|
| Gebundenes Lagervermögen | €9.500.000 |
| Bestandssenkung 15 % × Kapitalkosten 8 % | €114.000 |
| Eilkosten / Jahr → −30 % | €114.000 |
| Verschrottung / Jahr → −30 % | €66.000 |
| Ergebnis: Einsparung / Jahr | €294.000 |
Annahmen eines Muster-Betriebs – in einem realen Projekt ersetzen Ihre Daten diese Werte.
Die bessere Bedarfskurve wirkt dreifach: Sie senkt den gebundenen Bestand (Kapitalkosten), reduziert teure Eilaufträge bei Unterdeckung und vermeidet Verschrottung bei Überdeckung. Alle drei speisen sich aus demselben Modell.
04 Nächste Schritte
Von der Prognose zur integrierten Planung
Wir nutzen Auftrags-, Abruf- und Bestandshistorie aus Ihrem ERP/PPS – ohne neue Erfassung.
Für eine Artikelgruppe entsteht das Prognosemodell. Sie sehen die Trefferquote gegen die letzten Quartale validiert.
Wöchentlicher Bedarfsvorschlag je Artikel mit Sicherheitsband – als Eingabe für Ihre Produktions- und Beschaffungsplanung.