Manufacturing Intelligence Series | Modul 5 von 6

Bedarfsplanung:
Weniger Bestand, weniger Eilaufträge

Über- und Unterproduktion sind zwei Seiten derselben Prognose-Lücke. Forecasting auf Ihrer ERP- und PPS-Historie senkt die Lagerbindung und vermeidet die teuren Eilaufträge, die heute die Lücke kitten.

01 Das Problem – Zu viel bindet Kapital, zu wenig kostet Eilzuschläge

Schlechte Bedarfsprognosen verteuern beide Richtungen

Überproduktion bindet Kapital, blockiert Lagerfläche und endet teils in Verschrottung. Unterproduktion löst Eilaufträge, Sonderfahrten und Sonderschichten aus. Beides entspringt derselben Ursache: einer Bedarfsprognose, die auf Bauchgefühl und Vorjahr beruht.

Ihre Historie enthält die Muster: Saisonalität, Auftragsvorlauf, Abrufverhalten je Kunde, Korrelationen zwischen Artikeln. Forecasting macht daraus eine belastbare Bedarfskurve je Artikel und Woche.

−15 % Bestand + weniger Eilkosten = €294.000 / Jahr

Weniger gebundenes Kapital, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden.

Auftragshistorie
Abrufmuster
Forecasting
Bedarfskurve
Geglättete Planung

02 Das Modell – Bedarf je Artikel und Woche

Gradient Boosting und Zeitreihen auf Auftrags-, Abruf- und Saisonmustern

▸ Output
WAPE Bedarfsprognose: 14.2%
Ø Sicherheitsbestand: 1.040 Stk (vorher pauschal: 1.800 Stk)
Bedarfsprognose mit Konfidenzband vs. Ist-Abruf
↳ Prognose mit Unsicherheitsband

Das Modell liefert nicht nur einen Punktwert, sondern ein Konfidenzband. So lässt sich der Sicherheitsbestand artikelgenau steuern: hoch für volatile Teile, schlank für stabile. Pauschale Sicherheitsbestände über alle Artikel – die häufigste Quelle von Überbeständen – entfallen.

03 Business Impact – Kapitalbindung und Eilkosten senken

Der Hebel: niedrigerer Bestand × Kapitalkosten, plus weniger Eil- und Verschrottungskosten

€294.000
Einsparung / Jahr
−15%
Weniger Bestand
−30%
Weniger Eilaufträge
Einsparung nach Hebel – Kapital, Eilkosten, Verschrottung
Modellrechnung · So entsteht der Betrag – transparent hergeleitet

Keine Hausnummer: Jede Annahme stammt aus dem Muster-Betrieb und ist zentral hinterlegt. Mit Ihren echten Zahlen ändert sich nur die Eingabe, nicht die Methode.

PositionWert
Gebundenes Lagervermögen€9.500.000
Bestandssenkung 15 % × Kapitalkosten 8 %€114.000
Eilkosten / Jahr → −30 %€114.000
Verschrottung / Jahr → −30 %€66.000
Ergebnis: Einsparung / Jahr€294.000

Annahmen eines Muster-Betriebs – in einem realen Projekt ersetzen Ihre Daten diese Werte.

↳ Drei Hebel aus einer Prognose

Die bessere Bedarfskurve wirkt dreifach: Sie senkt den gebundenen Bestand (Kapitalkosten), reduziert teure Eilaufträge bei Unterdeckung und vermeidet Verschrottung bei Überdeckung. Alle drei speisen sich aus demselben Modell.

04 Nächste Schritte

Von der Prognose zur integrierten Planung

① Historie erschließen

Wir nutzen Auftrags-, Abruf- und Bestandshistorie aus Ihrem ERP/PPS – ohne neue Erfassung.

② Forecast-Pilot

Für eine Artikelgruppe entsteht das Prognosemodell. Sie sehen die Trefferquote gegen die letzten Quartale validiert.

③ Planungs-Vorschlag

Wöchentlicher Bedarfsvorschlag je Artikel mit Sicherheitsband – als Eingabe für Ihre Produktions- und Beschaffungsplanung.