Fashion Intelligence Series | Modul 5 von 6

Kollektionsplanung:
Weniger SKUs, mehr Marge

Wie ein Kannibalisierungs-Netzwerk aus 1.800 SKUs die 400 als Streichkandidaten für die Sortimentsrunde identifiziert - bei nur 3% Umsatzverlust, aber bis zu 18% weniger Overstock und €0,78M Margensteigerung.

Modellrechnung - fiktives Fashion-Unternehmen

Dieses Modul ist Teil einer sechsteiligen Modellrechnung über ein fiktives mittelständisches Fashion-Unternehmen (1.800 SKUs, 18 Märkte). Alle Zahlen, Datensätze, Modellmetriken und Euro-Beträge sind vollständig fiktiv - sie veranschaulichen die Methodik und die Art des erzielbaren Effekts. Es sind keine Ergebnisse realer Kunden und kein Leistungsversprechen. Welche Werte auf Ihren realen Daten erreichbar sind, zeigt erst ein Pilotprojekt.

01 Das Problem - 1.800 SKUs planen, 400 davon unnötig

Warum breite Sortimente nicht automatisch mehr Umsatz bedeuten

Mehr SKUs = mehr Auswahl = mehr Umsatz? Unsere Analyse zeigt: 22% der SKUs generieren 78% des Umsatzes. Die restlichen 78% kannibalisieren sich gegenseitig, binden Lagerkapazität und erzeugen Overstock. Das Modell identifiziert, welche SKUs Ihr Sortiment braucht - und welche Kandidaten für die nächste Sortimentsrunde zur Überprüfung bereitstehen.

02 Modell - Sortimentsoptimierung mit Kannibalisierungs-Netzwerk

-22%
SKUs im Sortiment
-3%
Umsatzeffekt
-18%
Overstock
€0,78M
Margensteigerung
SKU-Contribution: Umsatzanteil vs. Overstock-Anteil
↳ 400 SKUs weniger, fast gleicher Umsatz

Das Modell identifiziert 400 SKUs als Streichkandidaten - zusammen generieren sie nur 3% des Umsatzes, verursachen aber 18% des Overstocks. Werden diese in der Sortimentsrunde freigegeben, sinkt der Overstock um bis zu 18% - bei rund 3% Umsatzrückgang. Die Margensteigerung von €0,78M ist netto gerechnet: eingesparte Produktions-, Lager- und Abschriftenkosten minus entgangener Deckungsbeitrag - eine Annahme der Modellrechnung, gestützt auf die Pareto-Norm (rund 20% der SKUs tragen rund 80% des Umsatzes). Das Modell ersetzt nicht die Sortimentsentscheidung - es liefert die Datengrundlage für eine fundierte Diskussion im Einkaufs- und Designteam. Die endgültige Entscheidung berücksichtigt zusätzlich Markenpositionierung, Lieferantenbeziehungen und Sortimentsbreite.

03 Nächste Schritte für Ihre Marke

① Sortimentsanalyse

Alle 1.800 SKUs durch das Kannibalisierungs-Netzwerk. Report: Top-Performer, Kannibalisierer, Streichkandidaten.

② Pilot: 1 Kollektion

Nächste Saison: Optimiertes Sortiment in 3 Pilot-Märkten vs. Standard-Sortiment. A/B auf Markt-Ebene.

③ Design-Feedback

Datenbasierte Empfehlungen für Ihr Design-Team: Welche Silhouetten, Farben und Preispunkte fehlen im Sortiment?

Alle 6 Module: KI in der Modebranche