Logistik-Simulator

Erst simulieren,
dann disponieren

Vier Simulationen entlang des rollenden Betriebs. Die Startwerte sind Beispielwerte: Stellen Sie die Regler auf die Größenordnung Ihrer Flotte ein. Die Rechenwege stehen unter jeder Simulation.

Von der Analyse zur testbaren Simulation

Eine Spedition verliert ihr Geld selten auf einen Schlag, sondern rollend: mit jedem leeren Kilometer, jeder Stunde an der Rampe und jedem Fahrer, der kündigt. Drei Stufen machen aus dem rollenden Verlust eine Rechnung.

Stufe 1
Analyse
Blickt zurück und zeigt, wo Kilometer und Stunden heute bleiben: in Leerfahrten, Wartezeiten und Abgängen.
Stufe 2
Prognose
Ein Modell je Relation, Rampe und Team sagt, welche Woche, welche Wartezeit und welcher Abgang wahrscheinlich wird, und zwar mit ausgewiesenem Fehler statt mit Bauchgefühl.
Stufe 3
Simulation
Sie verändern eine Stellgröße und sehen, was aus dem Eingriff folgen würde, bevor er die Flotte berührt.
Kontrolle

Die vierte Stufe findet im Betrieb statt: Kein Modell disponiert eine Tour, verhandelt ein Zeitfenster oder führt ein Personalgespräch. Nach der Einführung einer Maßnahme wird der simulierte Verlauf gegen Telematik-, Dispositions- und Personaldaten gestellt. Was die Messung widerlegt, wird ersetzt.

Was ein Prozentpunkt Leerfahrtquote kostet

Jeder leere Kilometer verursacht variable Kosten. Bei den Startwerten dieser Seite tragen schon zwei Prozentpunkte weniger sechsstellig. Die erreichbare Reduktion stellen Sie selbst ein; gerechnet werden nur die Konsequenzen.

Jeder Regler ist eine Annahme, keine Tatsache. Alle Startwerte sind fiktive Beispielwerte, also keine Kundendaten, keine Branchenwerte und nicht die Werte der Muster-Spedition aus den sechs Modulen.

Jahres-km der Flotte
Leerfahrtquote heute
Variable Kosten je Leer-km
Erreichbare Reduktion (Prozentpunkte)
Ersparnis je Jahr über der Reduktion (Marker: eingestellter Wert)
Leer-km heute
je Jahr
Leerkosten heute
je Jahr
Eingesparte Kilometer
je Jahr
Ersparnis je Jahr
zu variablen Kosten

Rechenweg: Leer-km = Jahres-km × Quote. Leerkosten = Leer-km × variable Kosten je km. Eingesparte km = Jahres-km × Reduktion. Ersparnis = eingesparte km × variable Kosten. Bewusst keine separate Dieselrechnung, denn der Diesel steckt im variablen Kilometersatz.

Kontrolle

Die Reduktion entsteht nicht im Diagramm, sondern in der Disposition: Rückladungen, Dreiecksverkehre, Partnernetz. Das Modell zeigt, auf welchen Relationen Leer-km systematisch entstehen; welche Ladung ein Zug mitnimmt, entscheidet die Disposition.

Die Stunde an der Rampe

Die einfachste Rechnung dieser Seite: Jedes Ergebnis lässt sich im Kopf überschlagen.

Anfahrten mit Wartezeit je Jahr
Vermeidbare Standzeit je Anfahrt
Standkostensatz
Realisierbarer Anteil
Standkosten heute gegen verbleibend
Vermeidbare Stunden
je Jahr
Kosten dieser Stunden
je Jahr
Realisierte Stunden
je Jahr
Ersparnis je Jahr

Rechenweg: Vermeidbare Stunden = Anfahrten × Minuten / 60. Kosten = Stunden × Standkostensatz. Ersparnis = Kosten × realisierbarer Anteil.

Kontrolle

Das Modell prognostiziert die Wartezeit je Rampe und Zeitfenster; das Gespräch mit dem Kunden über bessere Zeitfenster führt die Disposition, nicht die Software.

Was ein kleinerer Prognosefehler wert ist

Fehlplanungskosten als Verteilung statt als Einzelzahl: 500 simulierte Jahre je Szenario, einmal mit dem heutigen Prognosefehler, einmal mit dem Modellfehler. Beide Annahmen stellen Sie selbst ein. Der Zufallsgenerator startet fest, jeder Aufruf zeigt dasselbe Ergebnis.

Mittlere Wochen-Touren
Streuung der Wochennachfrage
Prognosefehler heute
Prognosefehler mit Modell
Fehlplanungskosten je daneben geplanter Tour
Verteilung der Jahres-Fehlplanungskosten (500 Jahre je Szenario)
Median Jahreskosten heute
Median mit Modell
Teures Jahr (jedes zehnte)
heute → mit Modell
Modell liegt vorn
von je 100 Jahren

Rechenweg: Wochennachfrage normalverteilt um den Mittelwert, bei null abgeschnitten. Der Planungsfehler je Woche ist normalverteilt um null, sein mittlerer Betrag entspricht dem eingestellten Prognosefehler (Umrechnungsfaktor 1,2533 zur Streuung, feste Rechengröße). Jahreskosten = Summe der daneben geplanten Touren × Fehlplanungskosten über 52 Wochen. 500 Jahre je Szenario, fester Startwert des Zufallsgenerators und unabhängige Zufallsströme je Szenario, denn die Kennzahl vergleicht eigenständige Läufe. Extreme Wochen bildet die Verteilung nur so weit ab, wie ihre Flanke sie hergibt. Weil sich ein durchgehend kleinerer Fehler über 52 Wochen aufsummiert, liegt das Modell bei deutlich kleinerem Fehler fast in jedem Jahr vorn. Bei den Startwerten zeigt die Kennzahl deshalb 100 von 100; rücken beide Fehlerannahmen zusammen, sinkt sie.

Kontrolle

Die Prognose plant keine einzige Tour automatisch. Wie viel Kapazität die Disposition vorhält und was eine daneben geplante Tour kostet, ist Ihre Annahme am Regler.

Der Fahrerhalte-Trichter

Das existenzielle Thema der Branche, redlich gerechnet: Zwei Quoten dämpfen multiplikativ, sodass aus vielen Abgängen wenige gehaltene Fahrer werden. Dass am Ende eine kleine Zahl steht, ist kein Schwachpunkt der Rechnung, sondern ihre Ehrlichkeit.

Fahrerbestand
Fluktuation je Jahr
Ersatzkosten je Abgang
Trefferquote des Modells
Erfolgsquote der Gespräche
Kosten je Maßnahme
Vom Abgang zum gehaltenen Fahrer: der Trichter dämpft zweimal
Abgänge je Jahr
Gehaltene Fahrer
je Jahr
Maßnahmekosten
je Jahr, auf alle erkannten Fälle
Netto-Ersparnis
je Jahr

Rechenweg: Abgänge = Bestand × Fluktuation. Erkannt = Abgänge × Trefferquote. Gehalten = erkannt × Erfolgsquote. Ersparnis = gehalten × Ersatzkosten. Maßnahmekosten = erkannt × Kosten je Maßnahme (auf alle erkannten Fälle, nicht nur die gehaltenen). Netto = Ersparnis − Maßnahmekosten. Fehlalarme bei bleibenden Fahrern sind nicht eingerechnet, sodass die tatsächlichen Kosten darüber liegen.

Kontrolle

Das Scoring ist auf Team-Ebene aggregiert, kein personenbezogenes Ranking. Ob und wie ein Gespräch geführt wird, entscheidet die Fuhrparkleitung.

Was diese Seite annimmt, vollständig offengelegt

Jede Zahl auf dieser Seite folgt arithmetisch aus den Reglerwerten. Zusätzlich gilt:

  • Beispielwerte: Alle Startwerte sind fiktiv, also keine Kundendaten, keine Branchen-Benchmarks und bewusst nicht die Werte der Muster-Spedition aus den sechs Modulen.
  • Nicht additiv: Die vier Ergebnisse dürfen nicht addiert werden, denn Simulation 01 misst gefahrene Leer-km, Simulation 03 misst Planabweichung in Touren, und eine daneben geplante Tour kann einen leeren Kilometer verursachen. Die Seite zeigt deshalb keine Gesamtsumme.
  • Abgrenzung zu den Modulen: Standzeit-Effekte rechnet nur Simulation 02. Reifen und Pannen kommen nicht vor. Simulation 01 bewertet Leer-km zu variablen Kosten je km ohne separate Dieselrechnung. Ein Subunternehmer-Aufpreis wird nirgends behauptet.
  • Auftragsvolumen: Wochennachfrage und Planungsfehler normalverteilt, 52 Wochen, 500 simulierte Jahre, fester Startwert des Zufallsgenerators, unabhängige Zufallsströme je Szenario, Umrechnungsfaktor 1,2533 vom mittleren absoluten Fehler zur Streuung. Extreme Wochen bildet die Verteilung nur so weit ab, wie ihre Flanke sie hergibt.
  • Fahrerhalte: Maßnahmekosten laufen auf alle erkannten Fälle, die Ersparnis nur auf gehaltene. Fehlalarme bei bleibenden Fahrern sind nicht eingerechnet, sodass die tatsächlichen Kosten darüber liegen. Das Scoring bleibt auf Team-Ebene aggregiert.
  • Keine geteilten Regler: Die vier Simulationen sind bewusst entkoppelt, damit keine verdeckte Umrechnungsannahme (etwa Kilometer je Tour) entsteht.
  • Nominale Beträge: ohne Kosten jenseits der genannten, ohne Abzinsung, ohne Umsatzsteuer.
Hinweis zum Kontext dieses Portfolios

Diese Seite ist eine Gesprächsgrundlage, kein Angebot. Alle Werte sind Modellrechnungen auf Basis frei einstellbarer Annahmen; keine Zahl ist eine Zusage, eine Prognose für eine konkrete Spedition oder ein Branchenwert.

In einem realen Projekt ersetzen Ihre Daten die Regler: Ihre Telematik- und Dispositionsdaten liefern Leerfahrtquote und Wartezeiten, Ihre Auftragshistorie den Prognosefehler, Ihre Personaldaten die Fluktuation. Die Rechenwege bleiben dieselben.

Alle 6 Module: KI in der Logistik