Termintreue:
Den Verzug sehen, solange er noch vermeidbar ist
Welcher Auftrag wird zu spät? Klassifikations- und Survival-Modelle erkennen den drohenden Verzug früh - wenn noch Zeit bleibt, ihn zu verhindern, statt nur die Vertragsstrafe zu buchen.
01 Das Problem - Den Verzug erfährt man, wenn es zu spät ist
Termintreue entscheidet über Pönale und Kundenbeziehung
Ein verspäteter Auftrag kostet doppelt: die vereinbarte Vertragsstrafe und das Vertrauen des Kunden. Heute zeigt sich der Verzug oft erst, wenn der Termin praktisch nicht mehr zu halten ist - dann bleibt nur teure Schadensbegrenzung.
Die Frühindikatoren stehen in den Daten: Auftragsvorlauf, Materialverfügbarkeit, aktuelle Engpasslast, Rückstand der vorgelagerten Schritte. Ein Modell schätzt je Auftrag die Wahrscheinlichkeit für Verzug - Wochen vor dem Termin.
Weil eine Woche Vorlauf reicht, um Kapazität umzuplanen, statt Pönale zu zahlen.
02 Das Modell - Verzugs-Risiko je Auftrag
Klassifikation und Survival-Analyse auf Auftragsfortschritt, Material und Engpasslast
Gefaehrdete Auftraege: 34 von 410 Mediane Vorwarnzeit vor Liefertermin: 9 Tage
Die Survival-Komponente liefert nicht nur „pünktlich/zu spät", sondern wie viel Puffer ein Auftrag noch hat. So lassen sich Aufträge priorisieren: Der mit dem höchsten Risiko und dem geringsten Restpuffer kommt zuerst - datengestützte Reihenfolge statt Bauchgefühl.
03 Business Impact - Pönale vermeiden, Kunden halten
Der Hebel: vermiedene Vertragsstrafen, weniger Eilkosten, geschützte Kundenbeziehungen
Keine Hausnummer: Jede Annahme stammt aus dem Muster-Betrieb und ist zentral hinterlegt. Mit Ihren echten Zahlen ändert sich nur die Eingabe, nicht die Methode.
| Position | Wert |
|---|---|
| Vertragsstrafen / Jahr | €340.000 |
| Vermeidung durch Frühwarnung (45 %) | €153.000 |
| Eilkosten zur Termin-Rettung / Jahr | €280.000 |
| Reduktion Eilkosten (40 %) | €112.000 |
| Geschützte Kundenbindung (1 Kunde DB) | €95.000 |
| Ergebnis: Einsparung / Jahr | €360.000 |
Annahmen eines Muster-Betriebs - in einem realen Projekt ersetzen Ihre Daten diese Werte.
Vertragsstrafen lassen sich beziffern - der größere Wert ist oft unsichtbar: Ein Kunde, der sich auf Termine verlassen kann, bleibt. Schon ein vermiedener Lieferanten-Wechsel pro Jahr trägt den Deckungsbeitrag eines mittleren Kunden zur Rechnung bei.
04 Nächste Schritte in Ihrer Fertigung
Von der Risiko-Liste zur Steuerung
Wir verbinden Auftragsfortschritt, Materialstatus und Engpasslast aus ERP/MES - die Felder existieren bereits.
Für ein Auftragssegment entsteht das Risikomodell. Sie sehen die Frühwarnungen gegen reale Verzüge der Vergangenheit validiert.
Tägliche Risiko-Liste: „Diese Aufträge sind gefährdet - Empfehlung: Auftrag X vorziehen, für Auftrag Y Kapazität umplanen."
Was das für Ihre Fertigung bedeutet, klären wir in der KI-Beratung für Fertigungsbetriebe.